Den Vorgänger dieses Buchs habe ich vor einigen Jahren gelesen und es gehört definitiv zu den Werken, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Die Stimmung des Buchs kann ich auch nach Jahren noch wieder in mir hervorrufen. Bedrückend, beängstigend, schrecklich.
Nun also ein weiteres Buch aus der Feder des Herrn Saragmago, es kann durchaus als eine Art Fortsetzung betrachtet werden. Zumindest spielt sich die Geschichte in derselben Stadt ab und es wird auch auf die Ereignisse des anderen Buchs Bezug genommen.
Im Gegensatz zum ersten Buch gibt es hier kein Happy End, zumindest nicht äußerlich. Der Widerstand trägt zwar Früchte, wird aber blitzschnell niedergeschlagen.
Es ist äußerst anstrengend, dieses Buch zu lesen, weil es keinerlei Interpunktion für wörtliche Rede gibt. Und an anderen Satzzeichen gibt es nur Kommata und Punkte. Somit wird ein Satz schonmal recht lang, zuweilen eine halbe Seite lang. Daher ist das Werk für die Nachtlektüre nicht wirklich geeignet, weil sie schnell ermüdet und man auf diese Weise kein großes Stück schafft.
Aber es ist hervorragend fabuliert und formuliert, zeitweise habe ich nur deswegen weiter gelesen. Natürlich irgendwann auch, weil ich wissen wollte, ob sich die Sache aufklärt (tut sie übrigens nicht).
Ein beeindruckendes Werk, auch wieder verstörend und leider wenig tröstlich. Ich fürchte, auch mit einigem Realitätsbezug, wenn auch hoffentlich stark überzeichnet…







